„Bei Antisemitismus die Klappe zu halten, geht gar nicht!“

29.05.2022

Beim 6. Hannah Arendt Gespräch kommen 725,- EUR für die hannoversche Kindertagesstätte Tamar zusammen

Rund 80 Gäste begrüßte Patricia Barthel, Präsidentin des Lions Clubs Hannover-Hannah Arendt, beim 6. Hannah Arendt Gespräch. Das Thema: Antisemitismus bei jungen Menschen und in sozialen Netzwerken. Die Einladung provokant: „Du Jude! Hass und Gewalt bei Twitter, TikTok & Co.“ Auf dem Podium: Dr. Rebecca Seidler, Sozialwissenschaftlerin und 1. Vorsitzende der Liberale jüdische Gemeinde Hannover e. V. sowie Gemeinde-Vorstand Yevgen Bruckmann, Mitbegründer der jüdischen Jugendbewegung Netzer Germany e.V.

Christoph Dannowski stand wie immer für professionelle Moderation. Schnell wurde dadurch Klartext gesprochen: „Die Hälfte der Kinder jüdischen Glaubens in Deutschland bekommen von ihren Eltern gesagt, dass du Jude bist, das behältst du für dich. Wenn nicht, machst du dich automatisch zur Zielscheibe von Gewalt“, so Bruckmann. Antisemitische Äußerungen bei jungen Menschen seien härter geworden. „Da traut man sich ganz offen immer mehr.“ Seidler ergänzte: „Antisemitismus hat viele Gesichter. Manchmal kommt er gewaltvoll, manchmal ganz leise daher, auch in einem Bildungskontext in dem man es gar nicht erwartet.“

Doch wie im Alltag damit umgehen? Am fatalsten sei, wenn geschwiegen werde, die Äußerung im Raum stehe und damit wirke, waren sich beide Podiumsgäste einig. „Das hat noch nie geholfen. Klappe halten geht gar nicht!“ Auch sei es wichtig, die betroffene Jüdin oder den Juden nicht allein zu lassen. Es brauche Rückendeckung und den Mut von anderen zu sagen: „Hier ziehe ich jetzt eine Grenze.“ Bruckmann betonte abschließend: „Eine kleine laute Minderheit wird immer mehr Effekt haben, als eine schweigende große Mehrheit.“

Wie immer bei den Lions, wurden die Zuhörer um Spenden gebeten: 725 Euro gehen an Tamar. Die hannoversche Kindertagesstätte steht für eine weltoffene jüdische Erziehung nach den Grundsätzen des liberalen Judentums und hat Platz für 40 Kinder von 1 bis 6 Jahren. Das engagierte jüdische Team legt besonderen Wert auf Sprachförderung und musikalische Früherziehung.

http://ljgh.de

Weihnachtsplätzchen für Obdachlose

22.12.2021

Im Tagestreff der Caritas in Hannover treffen sich obdachlose Menschen, um einen Kaffee zu trinken, Bekannte zu treffen und sich etwas aufzuwärmen. Auch ärztliche und soziale Beratung kann dort in Anspruch genommen werden. Der LC Hannah-Arendt spendete leckere selbstgebackenen Weihnachtsplätzchen für den Tagestreff. Die Gäste freuten sich sehr über die weihnachtlichen Leckereien.

Lions „Peace Poster Contest“

16.12.2021

Schüler des Kaiser-Wilhelm-Ratsgymnasium Hannover gewinnt den 1. Preis im Distrikt 111

Der internationale Lions-Friedensplakatwettbewerb für Schulen und Jugendgruppen wird seit nunmehr 31 Jahren von den Lions Clubs weltweit unterstützt. Alljährlich nehmen etwa 350.000 Kinder aus 65 Ländern an diesem Wettbewerb teil. Er startet jedes Jahr im Spätsommer in Schulen und Jugendgruppen an vielen Orten der Welt. Bei diesem Kunstwettbewerb sind junge Menschen zwischen 11 und 13 Jahren aufgerufen, ihre Gedanken zum Thema Frieden kreativ auszudrücken und andere Menschen an ihren Vorstellungen teilhaben zu lassen.

In diesem Jahr wurde die Friedensplakat-Initiative der Lions unter dem Thema „Die Zukunft des Friedens" auch von unserem Lions Club ‚Hannah-Arendt‘ mitgetragen, nicht zuletzt weil wir die Teilnahme an diesem Projekt im Sinne unserer Namensgeberin für sehr unterstützenswert erachten.

Gemeinsamer Weihnachtsbaumverkauf von Hannoveraner Lions-Clubs

16.12.2021

Im Rahmen des gemeinsamen Weihnachtsbaumverkaufs mehrerer Lions-Clubs aus Hannover beteiligte sich der LC Hannover-Hannah Arendt mit dem Verkauf von selbstgebackenen und liebevoll verpackten Weihnachtsplätzchen. Zu Gunsten des Autismus-Zentrums Hannover kamen an unserem Stand rund 250,- EUR zusammen. Danke an alle, die uns unterstützt haben!

Der Lions Club Hannover-Hannah Arendt ermöglichte erneut zwei Fensterkonzerte in Badenstedt

14.12.2021

Auch in diesem zweiten Corona- Winter ist das Leben für Menschen in Senioreneinrichtungen noch nicht wieder so, wie sie es von früher kannten. Gerade in der Vorweihnachtszeit wird Gemütlichkeit, Romantik und trautes Beisammensein vermisst. Zwar sind die Kontaktbeschränkungen weniger gravierend als im Vorjahr, aber Veranstaltungen in größeren Gruppen mit Musik und Gesang sind leider zur Zeit nicht möglich.

Am Samstag, den 04.12.2021 des zweiten Adventwochenendes hatten die Bewohner/innen des Pflegeheims Dietrich-Kuhlmann-Haus in Badenstedt ganz besondere Gäste im Garten und schauten auf den Terrassen und Fenstern zu und lauschten.

Drei junge Musiker spielten der Kälte trotzend warme Melodien mit geschickten Fingern auf ihren Posaunen.

András Bogács und Szabolcs Katona, spielten die beiden Posaunen und Tine Bizajl überraschte an der Bassposaune.

Nach einem klassischen Teil wie z.B „Zwei Stücke für drei Posaunen von Raymund Premru“ folgten die Weihnachtsklassiker „ We Wish You a Merry Chrismas, Jingle Bells, O Tannenbaum und Stille Nacht, die die Bewohner/innen schnell wiedererkannten.

Und auch im Godehardistift am „Brunnen vor dem Godi“ verfolgten etwa 40 Bewohnerinnen und Bewohner das zweite Posaunenkonzert an diesem Tag mit fröhlichen und feierlichen vorweihnachtlichen Liedern von den Fenstern des Cafés im Erdgeschoss und der Wohnbereiche in der ersten bis vierten Etage aus. Manch eine/-r schwelgte in Erinnerungen, der eine oder die andere verdrückte sogar ein Tränchen. Ein alkoholfreier Punsch vervollständigte den sinnlichen Genuss. Musik, Duft, Glühwein- das war beinahe, als ob der Weihnachtsmarkt zum Godehardistift gekommen wäre.

"Über den Alltag eines Allround-Genies"

09.12.2021

"Über den Alltag eines Allround-Genies" so kündigte unsere Präsidentin Patricia Hase den Vortrag am letzten Clubabend des Jahres 2021 an.

Zu Gast war Herr Dr. Christof Wenzel. Der Richter, studierte Musiker und Imker aus Leidenschaft hielt einen faszinierenden Vortrag über Bienen und seine Imkerei in Garbsen. Er vermittelte uns sehr unterhaltsam, was Bienen im Laufe der Jahreszeiten so machen und wie Honig produziert und geerntet wird.

Außerdem erfuhren wir, dass die Imkerei Jugendlichen dabei helfen kann, soziale Verantwortung zu lernen.

Das nächste Frühstücksbrötchen mit Honig werden wir ganz besonders wertschätzen, jetzt, wo wir wissen, wieviel Arbeit der Bienen darin steckt.

Nähere Informationen gibt es hier http://imkerei-cw.de/imkerei/

Ein Abend, der zum Nachdenken anregte – und Spenden für „Violetta“ generierte

11.11.2021

Großer Erfolg des 5. Hannah Arendt Gesprächs in der Schwanenburg

Das war bewegend. Mit Momenten, in denen ich sehr nachdenklich wurde und meine eigenen Ansichten überdenken musste.“ „Es war überaus interessant – ein sehr emotionales Thema.“ „Die engagierte und kompetente Veranstaltung gefiel mir sehr gut – weiter so!“ Das sind nur drei Rückmeldungen nach dem 5. Hannah Arendt Gespräch des Lions Clubs Hannover-Hannah Arendt. Diesmal ging es um das Thema „Gewalt in der Gesellschaft: Alles was Recht ist! Wer schützt die Opfer, wer hilft den Tätern?“ Ein spannender, ernster und anregender Abend ganz im Sinne von Hannah Arendt: „Ich will verstehen.“

Unterschiedlicher könnten die Zuständigkeiten der beiden Experten des 5. Hannah Arendt Gespräches nicht sein: Matthias Bormann ist Leitender Psychologiedirektor der Justizvollzugsanstalt Hannover und zuständig für Strafvollzug und Resozialisierung von Strafgefangenen. Thomas Pfleiderer, Leitender Oberstaatsanwalt a.D., ist Opferschutzbeauftragter des Landes Niedersachsen und hilft den von einer Straftat Betroffenen. Der Förderverein des Lions Clubs Hannover-Hannah Arendt hatte beide zum Opfer-Täter-Thema in die Schwanenburg nach Hannover-Limmer eingeladen. Moderator des Gesprächsabends war Christoph Dannowski von der Neuen Presse Hannover.

600 Haftplätze hat die Justizvollzugsanstalt Hannover, darunter auch eine Reihe von Abschiebehaftplätzen, männliche Gefangene überwiegen, 530 an der Zahl. Die Gefangenen gehen tagsüber einer Arbeit nach und erhalten dafür keinen Reallohn, sondern 100 bis 400 Euro monatlich. Nach der Arbeit steht Freizeit oder Behandlung an – hier wird der Täter mit seinen Taten konfrontiert. Lockerungen, die im Vollzug möglich sind, muss sich der Häftling „erarbeiten“, führte Matthias Bormann aus. 

Auf der anderen Seite organisiert das Opferbüro Hilfen der unterschiedlichsten Art und vermittelt zum Beispiel Unterstützung durch eine Trauma-Ambulanz und regelt Fragen bezüglich Ansprüchen aus dem Opferentschädigungsfond. Thomas Pfleiderer versteht sich als Lobbyist für Opferschutz: Früher seien die Zustände unerträglich gewesen. „Immerhin gebe es heute in jedem Bundesland einen Opferschutzbeauftragten. Und die Rechte von Opfern haben sich deutlich verbessert“.

Das Leid von Opfern wurde auch am Beispiel des terroristischen Anschlages vom 19. Dezember 2016 am Berliner Breitscheidplatz mit 13 Toten und 67 Verletzen angesprochen. Verständlich sei zum einen, so die Experten, dass in der öffentlichen Diskussion harte Strafen verlangt wurden. In diesem Zusammenhang wurde auch erwähnt, dass Täter eingesperrt werden, damit Opfer sich sicher fühlen könnten.

Wie komplex die Thematik ist, zeigte auch ein Einwurf von Bormann: Er wies darauf hin, „dass das Gesetz zwar Reue nicht kennt, trotzdem gibt es aber die Täterverantwortung“. Ziel der Behandlung in der Haft ist denn auch das Herausarbeiten der Schuldverantwortung, sicherlich eine oft nicht einfache Aufgabe. Opferschutzbeauftragter Pfleiderer ergänzte, dass es in der Tat nicht um Rache oder Genugtuung gehe. Er sprach auch die oft eintretende Scham der Opfer an. Das führe dann dazu, dass sie an ihnen begangene Straftaten nicht mitteilen oder zur Anzeige bringen – und nicht selten in der Folge auch noch erkranken. „Besonders Kinder und Frauen brauchen hier Unterstützung“, so Pfleiderer.

In der Schlussrunde betonte Matthias Bormann, dass er sich als Vertreter des Staates sehe und hoffe, dass der Vollzug, insbesondere im Hinblick auf die Resozialisierung, künftig wirksamer werde. Thomas Pfleiderer stellte fest, dass es für ihn außerordentlich sinnstiftend sei, sich im Opferschutz zu engagieren.

Patricia Barthel, Präsidentin des Lions Clubs Hannover-Hannah Arendt, dankte den Experten für diese so offene und aufschlussreiche Diskussion, und Moderator Christoph Dannowski für dessen Führung durch ein schwieriges Thema und einen spannenden Abend.

Durch Spenden der Veranstaltungsteilnehmer – die Veranstaltung war kostenfrei – kamen 930 Euro zugunsten „Violetta Hannover“ zusammen. Die Fachberatungsstelle Violetta bietet Hilfen für Mädchen und junge Frauen (Alter von 3 - 26 Jahre) an, die Übergriffe gegen ihre sexuelle Selbstbestimmung, sexualisierte Gewalt in der Kindheit, zum Teil bis ins Erwachsenenalter gehend, erlebt haben oder sich aktuell in einer ungeschützten Gewaltsituation befinden.

Die gut besuchte Veranstaltung war nach der 2G-Regelung organisiert, um die Veranstaltungsteilnehmer in Pandemiezeiten bestmöglich zu schützen. Einlass war nur nach vorheriger verbindlicher Online-Anmeldung möglich. Der Impfnachweis beziehungsweise der Nachweis vollständiger Genesung wurde kontrolliert.

Aktion zusammen mit der RSG Hannover

14.09.2021

Am 11. September fand die erste deutsch - holländische Rollstuhl - Handball - Meisterschaft in den Sporthallen der Leonore-Goldschmidt-Schule in Mühlenberg statt. Wir durften dabei zu sein und haben bunte Tüten im Einweckglas für den guten Zweck verkauft 🍭🍬🍡. Der Erlös aus dem Verkauf wird an das Autismus-Zentrum Hannover e.V. gespendet.

https://www.autismus-hannover.de/autismus-zentrum-hannover/

Sommerliche Grillparty mit den Leos

28.08.2021

Sommerliche Grillparty mit den Leos: Maschseeatmosphäre, gute Gespräche und Austausch über gemeinsame Ziele von Lions und Leos. Patrica Barthel, Präsidentin LCHHA, begrüßte Paul Turcu, Präsident des Leo-Clubs Hannover Ernst-August und weitere Mitglieder im Detlef Zinke Haus. In guter Erinnerung: Die Schultüten Aktion der Leos haben wir gerne unterstützt. War einfach klasse!

Lions-Club Hannover-Hannah Arendt trotzt Corona erfolgreich

27.06.2021

Gilles Seifert übergibt das Präsidentenamt an Patricia Hase

In seinem Rückblick auf das Lionsjahr 2020/2021 ging Präsident Gilles Seifert am 23.6.2021 auf zahlreiche gelungene Activities des Lions Clubs Hannover-Hannah Arendt ein und beschrieb auch ausführlich die mit der Corona-Pandemie einhergegangenen Schwierigkeiten und Einschränkungen. „Viele Clubabende und Veranstaltungen mussten wegen der Kontaktverbote ausfallen, dennoch ist eine außerordentlich positive Bilanz zu ziehen“, so Seifert in seiner Ansprache. Zahlreiche Vortragsabende gab es für die Clubmitglieder, die überwiegend mit Konferenztools im Internet durchgeführt wurden. Als die Inzidenzzahlen es zuließen, fanden auch einige Clubabende mit persönlicher Begegnung statt. Spannende Vorträge gaben den Clubmitgliedern interessante Einblicke, zum Beispiel in die Arbeit des Hospiz Luise oder zur Ausrichtung des Continental-Konzerns, der seine neue Zentrale an der Hans-Böckler-Allee in Hannover baut.

Seifert freute sich, dass die Clinic-Clowns mit einer 5.000-Euro-Spende durch den Förderverein des LC Hannover-Hannah Arendt e.V. gefördert werden konnten. Er verwies darauf, dass die Arbeit der Clinic-Clowns Hannover e.V. die wichtige Tradition der Schelmen, Narren und Spaßmacher fortsetzten: das Lachen und die Lebensfreude dorthin zu bringen, wo es durch die Umstände fast verloren geht. Die Clinic-Clowns sind in den Wartebereichen und auf den Stationen der Kinderklinik der MHH und des Kinder- und Jugendkrankenhauses AUF DER BULT im Einsatz. Gilles Seifert: „Diese großartige Arbeit wollten wir gerade in Corona-Zeiten fördern; Kinder brauchen jetzt unsere Unterstützung “

Der Lions Club Hannover-Hannah Arendt, auch darauf wies Gilles Seifert hin, hat zudem exzellente junge Musiker um Hilfe gebeten und Fensterkonzerte für Altenheimbewohner an Weihnachten 2020 und an Ostern 2021 organisiert. Kleine Ensembles konzertierten in den Innenhöfen der Seniorenanlagen. Die Bewohner verfolgten an Fenstern und auf Balkonen die Darbietungen – trotz Corona ein sehr schönes Musikerlebnis live und mit Abstand.

„Freude und Abwechslung für Heimbewohner zu ermöglichen – das ist das Ziel dieser vom Förderverein des Lions Clubs Hannover-Hannah Arendt e.V. organisierten Konzerte“, auch darauf wurde im Rückblick hingewiesen.

Insgesamt war es Seifert ein Anliegen, seine Freude über den auch in der Pandemie erlebten Zusammenhalt zum Ausdruck zu bringen. Drei neue Mitglieder sind dem Club in diesem Jahr beigetreten. Dies zeige, dass der Club sehr attraktiv sei.

Das Präsidentenamt übergab er satzungsgemäß an Patricia Hase, die ein umfangreiches Programm für ihr Lions-Jahr als Präsidentin erstellt hat. Die 31-jährige Pianistin und Geschäftsführerin von Pearl of Culture startet mit großer Begeisterung und viel Elan in die neue Aufgabe. „Ich freue mich riesig auf dieses Jahr und bringe mich mit großem Engagement für unsere und die Ziele von Lions ein“, so die neue Präsidentin.